Segeltörn Kykladen 2017

Die Route:

Athen – Lavrion – Kithnos – Paros – Sifnos – Kea – Athen, mehr als 240 sm

Das Gute daran im Juni in Griechenland zu segeln ist: viel Wind. Für die, die es mögen. Für die Anfänger innerhalb der Crew waren die ersten 2 Tage mit bis zu 7 Bft doch etwas unangenehm. Trotzdem sind alle ohne Seekrankheit über die Runden gekommen, prima!

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Wofür hat man schließlich die Einpick-Gurte an Bord.. Besonders zu dieser Zeit ist der Meltemi, eben jener satte Wind aus N/NW, der entlang der Inseln und Kaps lokal noch verstärkt wird. Man sollte sich nicht unbedingt auf den Autopiloten verlassen und ständig bereit zum Reffen sein.

 

 

Der Bade-Urlaub:

Nachdem die ersten turbulenten Tage überstanden waren, hat sich auch das klassisches Mittelmeer-Badewetter eingestellt. Sonst kann man ja gleich an die Ostsee fahren..siehe Rund Rügen. Unglaublich, aber wir konnten sogar eine frei schwimmende Schildkröte beobachten in dem sonst so leer gefischten Wasser.



Leben an Bord und Kulinarisches:

Das Boot war eine überaus gut ausgestattete Bavaria 41, die kaum Wünsche offen ließ. Das war auch gut so, betrachtet man die Infrastruktur in den griechischen Marinas genauer: es gibt keine. Geduscht wird an Bord, Toilette im Restaurant. Das strapaziert natürlich die Wasser-Reserven, jeder sollte aufmerksam und aktiv Wasser sparen, sonst gibt es nur noch Salzwasser. (Kann bitte endlich jemand Wasser – Entsalzungsanlagen für Yachten entwickeln?)

Die Küche besticht durch exzessive Verwendung von Knoblauch und Zwiebel, sowie leckerem Ouzo. Auch ohne griechische Menüs lesen zu können, wird jeder satt, fast alle sprechen wenigstens englisch. Gekocht haben wir auch hin und wieder, von frischem Fisch über obligatorische Pasta bis hin zu frisch gebackenem Kuchen war für jeden etwas dabei.

Das Boot haben wir gründlich von oben und unten untersucht, und es gab sogar eine freiwillige die bis zur Mastspitze geklettert ist.

Schäden hatten wir zum Glück keine, bis auf eine Sicherung der Lenzpumpe in der Dusche, wahrscheinlich eine Folge des exzessiven Gebrauchs von 7 Personen. Und apropos, 2 kaputte Ouzo Gläser haben es auch nicht überlebt..

Landschaften:

Die Kykladen sind vom Boot ausgesehen sehr reizvoll. Man hat immer die nächste Insel im Blick, und überall verteilen sich versteckte Buchten zum Ankern und Baden. Besonders in Erinnerung bleibt mir die Doppel-Bucht auf Koithnos, sowie die Buchten Süd-West auf Sifnos.

Einige Highlights kann man sogar vom Wasser aus sehen, wie den Poseidon-Tempel, ..

Leider blieb keine Zeit für Landgänge, einerseits durch die sehr ambitionierte Strecke, anderseits weil 7 Leute früh doch immer länger brauchen, und natürlich der Stadt in Athen, durch den man locker 1-2 Tage einbüßt, bis man die Kykladen erreicht.

Was nehme ich mit:

Das Anlegen mit Bug-Anker ist nicht jedermanns Sache. Wenn das Manöver nicht allen an Bord klar ist: lasst es lieber. Besonders bei unklaren Tiefenvethältnissen, viel Wind und ungeübtem Anker-Setzen.

Bei nur 7 Tagen in Athen zu starten ist nicht sinnvoll. Man hat dann viel zu wenig Zeit zum Erkunden. Besser ist dann der Stadt aus Lavrion oder Kithnos, um mehr Zeit zu haben – oder gleich 10-14 Tage chartern. Auf Athen kann man jedenfalls guten Gewissens verzichten.

Links:

https://www.delius-klasing.de/charterfuehrer-kykladen-10686

http://www.sesoulakalamaki.com/

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Segeltörn Rund Rügen Prüfungstörn

Route: Breege – Sassnitz – Thiessow – Stralsund – Kloster (Hiddensee) – Breege, ca. 170 sm

 

Die Idee, Anfang April auf der Ostsee Segeln zu gehen, hätten vermutlich nicht viele für sinnvoll gehalten. So waren wir als Crew auch nur 3 Personen + Skipper, um eine Woche lang die praktische Prüfung für den Sportküsten-Schifferschein am Schluss des Törns vorzubereiten. Das Wetter hat schließlich überwiegend mitgespielt, allein die Temperatur ist vor allem nachts dem Gefrierpunkt wieder gefährlich nahe gekommen. Nur durch ständiges Manöver üben konnten wir uns warm genug halten, um nicht sofort zu erfrieren.

Die Umrundung von Rügen ist eine durchaus schöne Strecke mit vielen reizvollen Ansichten wie der Kreidefelsen oder die zahlreichen Seebäder. Navigatorisch gibt es einige Herausforderungen durch Untiefen, die Zugbrücke bei Stralsund, enge Fahrwasser etc. Das Highlight war (wie immer) Kloster auf Hiddensee. Allein dafür lohnt es sich schon, den Breeger Bodden zu verlassen.

Die Prüfung am letzten Tag haben wir alle 3 schließlich bestanden und konnten mit gutem Gewissen abreisen.

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Wenn jemand eine Reise tut..

..so kann er was erzählen: Eigentlich wäre hier Platz für 3-4 Beiträge, aber es lag auch alles so dicht beisammen, sodass alles zusammen gelandet ist.

Mallorca

Mich hat es mal wieder auf das Wasser gezogen, und so habe ich mir einen 7-tägigen Kojencharter auf Mallorca gebucht. Die Crew bestand aus 8 Leuten + Skipper, das Boot war ein etwas betagtes 46-Fuß Segelboot. Begrüßt wurden wir auf der Insel von Wolkenbrüchen und Unwettern, sodass wir Sorgen hatten, dass uns der Einkauf davon schwimmt. Damit muss man im Herbst wohl rechnen.. Wir haben uns dann aufgrund der Wind- und Wetterverhältnisse für einen Törn Rund Mallorca entschieden (im Uhrzeigersinn), siehe den von mir nachgezeichneten Törnverlauf:

Immer entlang der schroffen Steilküsten, einsame Villen und malerische Badebuchten wohin das Auge reicht.

Die Bedingungen waren überwiegend ideal. Kaum Welle, trotzdem schöner Wind bis ca. 20knts, viel blauer Himmel und wenig Wolken. Jeder durfte mal steuern, und das Segeln war einfach nur Spaß, auch wenn der Autopilot nicht funktioniert hatte und es keinen Plotter gab. Es war immer Gelegenheit ins tiefblaue, warme Wasser zu springen oder sich einfach in die Sonne zu legen. Das absolute Highlight war die Insel Cabrera, im Naturschutzgebiet südlich von Mallorca. Eine traumhafte Kulisse mit der Burgruine am Kopf der ruhigen Bucht, idyllisch und nur per Boot (oder Hubschrauber) zu erreichen.

Zu Schluss der Reise musste es unbedingt nach El Arenal gehen – was für ein Fehler. Dort wird täglich der wahre Untergang des Abendlandes gefeiert, jedes schlimme Klischee noch doppelt übertroffen. Mit entsprechendem Kater ging es dann weiter nach:

Sevilla

Die andalusische Hauptstadt zeigt sich mit großem Selbstbewusstsein, zu Recht: An all den Parkanlagen und historischen Kulissen kann man sich nicht satt sehen. Ein Besuch empfiehlt sich allerdings deutlich im Herbst, andernfalls wird man als gemeiner Mitteleuropäer auf der Stelle hinweg geschmolzen. Das Highlight ist wohl der Real Alcazar, in dem man locker einen halben Tag europäisch-arabische Gärten betrachten und einfach nur Schatten suchen kann. Selbst im Zentrum gibts locker an jeder Ecke urige Tapas-Lokale, und so lässt es sich wirklich aushalten.

Außerdem hab ich Freunde von Fuerteventura wiedergetroffen, zum Kochen getroffen (letztes Bild) und einfach nur eine gute Zeit gehabt.

Jeder Sommer hat mal ein Ende, und so ging es zum akklimatisieren nach..

Paris

..wo ich mich ja schon bestens auskenne. Für mich hat der Himmel nochmal 3 Tage blau gestrahlt, und so konnte ich in aller Ruhe wieder meine Favoriten abklappern: Musée d’Orsay, Maison Européenne de la Photographie und “mein” altes Viertel, Rue de Pyrénées, Parc Buttes-Chaumont und das Bellevilloise. Immer wieder gerne!

Achja, ich hatte noch große Sehnsucht nach Fuerteventura, was mir so ans Herz gewachsen ist; und bin sehr spontan noch für 5 Tage dort gewesen zum Tauchen, Entspannen und Genießen. Dazu bin ich vorher gar nicht genug gekommen, siehe die vorhergehenden Beiträge. Fotos gibts deshalb davon keine mehr ;-)

Ein kleines Dorf, irgendwo..

Letztlich hat mich der Herbst eingeholt, und so zeigt er sich dort, wo meine Reise vorerst endet:

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